Parmakit Zündapp

      So wie ich das seh is der Zylinder ja mit Membraneinlass. Das bedeutet, dass die Stützströmer, wenn der Einlass geschlossen ist und ausreichend hoher Unterdruck vom Auspuff erzeugt wird, direkt über den Vergaser angesteuert werden. Normalerweise sind dann aber im Kolben keine Öffnungen für die Stützströmer. In diesem Fall ist es also Murks.
      Ansonsten nennt man das auch "Power porting" da es im oberen Drehzahlbereich doch deutlichen Leistungszuwachs gegenüber den "normalen" Stützströmer gibt. Dafür geht untenrum etwas Leistung verloren.
      Original von Eddi
      So wie ich das seh is der Zylinder ja mit Membraneinlass. Das bedeutet, dass die Stützströmer, wenn der Einlass geschlossen ist und ausreichend hoher Unterdruck vom Auspuff erzeugt wird, direkt über den Vergaser angesteuert werden. Normalerweise sind dann aber im Kolben keine Öffnungen für die Stützströmer. In diesem Fall ist es also Murks.
      Ansonsten nennt man das auch "Power porting" da es im oberen Drehzahlbereich doch deutlichen Leistungszuwachs gegenüber den "normalen" Stützströmer gibt. Dafür geht untenrum etwas Leistung verloren.


      das war auch mein gedanke..aber ....

      wenn der einlass geschlossen ist, dann ist er geschlossen...?? oder??
      also was solls dannn bringen..ich verstehs nicht...

      das hieße nach deiner meinung...der kolben müsste "ganz" zu sein..also auch keine "Löcher" für einen 360° offenen einlass??!?!?!

      also konkret:

      dieses Power Porting würde mir mit diesem Kolben:



      nichts bringen, da oben die 2 kleinen Löcher sind?

      Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Team-M“ ()

      Wenn der Einlass geschlossen ist dann ist er geschlossen, ja. Die Stützströmer sind dafür aber dann vom Kurbelwellengehäuse getrennt und werden bei ausreichendem Unterdruck(hohe Drehzahl) direkt vom Einlasstrakt bespeist.Das bedeutet bei niedrigen Drehzahlen weniger dafür aber bei höheren um so mehr.


      Der Einlass ist so oder so keine 360° lang offen. Tests haben gezeigt, dass es ab 230° keinen messbaren Leistungszuwachs gibt.
      ok..das heißt für mich um noch mehr leistung aus nem membraner rauszuholen..

      stützer mit einlass verbinden..."geschlossen" kolben einbauen und dann fenser rein, sodass der einlass 230° geöffnet ist?!

      Der Einlass ist so oder so keine 360° lang offen.


      mit dem von mir abgebildetem Kolben oben schon..

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Team-M“ ()

      Vom Prinzip her ist die Versorgung schon richtig,da es sich aber um den Standard Kolben handelt wurden die Stützer im Original zustand über den Kolben angesteuert. Die Grottigen 10er Löcher wurden vermutlich in den Kolben gebohrt um die Einlasszeit zu verlängern.Bei meinen Membranzylindern überlasse ich immer dem Membran die gesamte Steuerung,gleichzeitig kann man dabei die Stützer erweitern und mit dem Einlass vereinen.Dieses bewirkt eine verbesserte Spülung und Ansteuerung der Stützer.Auf den Rest brauch ich wohl nicht länger eingehen.Das mit den 230° Einlasszeit sind bisher auch nur unbestätigte Gerüchte die seit Ewigkeiten die Runde machen,bei den heutigen Materialien und Bauformen der Membrane kann man sich ganz sicher nicht an diese Richtlinie halten.Ganz nebenbei spielt es sowieso keine Rolle ob das Kolbenhemd den Einlass verschließt oder nicht. Soll es ein Rennmotor werden kommt man an hohen Drehzahlen bei relativ geringem Hubraum eh nicht vorbei,warum nicht den Einlass 360°offen halten?Wenn der Unterdruck im Gehäuse zu gering ist macht der Membran eh dicht. Hab Ed´s Theorie mit dem saugenden Auspuff und direkter Versorgung irgendwie noch nicht verstanden,bitte erläutern.
      Gruß Inge
      Also ich hab das auch nur vorgestern in nem Buch gelesen.
      Wenn man also Stützer hat, welche direkt mit dem Membraneinlass im Zylinder verbunden sind und der Einlass nur 230° geöffnet ist, dann werden die Stützer, sobald der Einlass verschlossen ist, vom Ansaugtrakt angesteuert. Das ganze funktioniert aber nur bei hohen Drehzahlen bzw. in dem Bereich der Resonanzdrehzahl, wenn der Sog des Auspuffs groß genug ist um die Membranplättchen zu öffnen und die Gassäule in bewegung zu bringen.

      Das ganze soll den Vorteil haben, dass wenn der Einlass "mechanisch"(durch den Kolben) verschlossen wird, kein Gemisch mehr aus dem KW-Gehäuse in Richtung Einlass kommen kann(wenn der Kolben sich Richtung UT bewegt). Und wenn kein Gemisch mehr Richtung Einlass kommt kann das Gemisch ungehindert zu den Stützern strömen, bis der "Druckausgleich" statt gefunden hat.
      Aber wie gesagt bringt einem dass nur mehr Dampf obenrum und nimmt einem Dampf untenrum...aber das ist ja eigentlich immer so.
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      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Eddi {MMO}“ ()

      Ich sehe da bei der 230° Version auch so ein kleines Problem das man in dem Membranraum Überdruck einsperrt welcher welcher besser zum Spülen genutzt würde. Öffnet das nämlich wieder entweicht dieser Druck ins KGH und frißt etwas vom dort gerade entandenen Unterdruck auf, was zu Verzögerung führen müßte.
      Der Auspuff wird auch besser durch die großen Ü's saugen und einen vor Unterdruck im KGH erzeugen können als durch die mickrigen Stützer.

      Die Stützer find ich allerdings nicht so schön, sind ja eher falsch angeordente Lieferkanäle mit zu großem Querschnitt im Verhältnis zum Kofe, wie beim 50er Athena....wie gut die laufen wenn sie ordentlich Druck bekommen=? Vielleicht sollte man sie etwas steiler spülen lassen.
      Interessant fände ich es wenn mal jemand den gleichen Motor etc vergleichsweise mit 230° und "360"° messen würde...

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Oldboy“ ()

      nteressant fände ich es wenn mal jemand den gleichen Motor etc vergleichsweise mit 230° und "360"° messen würde.


      das könnte ich evtl machen...aber halt nur PoPometer...

      aber so richtig weiß ich jetzt noch nicht was ich machen soll---stützer in den einlass einarbeiten und kolben ohne löcher (die für die Stützer) oder halt das "normale"..

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Team-M“ ()

      Ich bin der selben Meinung wie Oldboy,deshalb sind meine Zyli´s auch immer offen.Was der Motor braucht wird er sich schon holen,außerdem sollte man dem einströmenden Gemisch möglichst wenig Widerstände in den Weg stellen. Das gilt auch für Das Kolbenhemd oder zu kleine Kolbenfenster,verwirbelungen die das einströmende Gemisch abbremsen lassen sich beim Membranzylinder nie ganz ausschalten.Wenn es so wäre bräuchte man keine GME´s .Man kann aber ne ganze menge dagegen machen,der Einlass sollte so weit wie möglich Richtung UT gezogen werden,alles schön verrunden und große Radien einarbeiten,keine plötzlich abfallende Kante im Einlassbereich an welchen sich verwirbelungen oder gar Nester bilden könnten.Die Kolbenfenster sollten die selbe breite haben wie der Einlass.Bis zu welchem Grat man das ganze treibt ist jedem selbst überlassen und basiert auf Erfahrungswerten.
      Beim Kolben ist Vorsicht geboten,übertreibt man das ganze neigt der Kolben zum Kippen (durch Material Abnahme),das macht sich dann durch klingeln bemerkbar und ist später recht gut an der Auslassoberkante zu sehen.Bevor du dich jetzt auf den Zylinder stürzt sollte das Einsatzgebiet erstmal feststehen,danach die Anbauteile festlegen und dann erst loslegen.Der 70er Parma ist aber eh nicht so der Hit,jedenfalls im Ori zustand,läuft schon recht gut wenn man als erstes die grottige Membrane ersetzt und den Kolben mit großen Fenstern ausstattet.Lässt sich so auch ganz angenehm im Alltag betreiben und ist haltbar.

      @Eddi,wo hast du das gelesen,Quelle?Wenn gesaugt wird dann an allen Strömern,der Pott selbst wird nicht in der Lage sein einen Membran zu öffnen.

      Interessant fände ich es wenn mal jemand den gleichen Motor etc vergleichsweise mit 230° und "360"° messen würde...

      Es wird keinen Unterschied geben,zumindst keinen der durch die eingestömte Gemisch menge hervorgerufen wurde welche im Verhältniss zur Steuerzeit steht.Ein Unterschied von 150° zu 230°bzw360° wird sich stark bemerkbar machen,vorrausgestzt der rest vom Setup passt.
      Two Stroke Perfomance Tuning von A. Graham Bell.

      Gut, dass der Auspuff immer an allen Kanälen saugt, das stimmt natürlich. Aber das was Oldboy angesprochen hat:

      Ich sehe da bei der 230° Version auch so ein kleines Problem das man in dem Membranraum Überdruck einsperrt welcher welcher besser zum Spülen genutzt würde.

      Und genau den Überdruck nutzt man dann ja (wenn Stützer mit Einlass verbunden sind)um über die Stützer zu spülen. Also so erklär ich mir das.

      In dem Buch ist glaub ich auch nen Vergleich zwischen 200°, 280° und 360°. Ich schau nachher noch nach und berichte dann morgen.
      Ist so ab Seite 72 glaub ich...
      Also ich hab mal ein paar Sachen abfotografiert, angefangen mit dem "Test der Einlassdauer".
      Bilder
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      Original von Eddi
      Original von Team-M
      5PS mehrleistung????? :sabber: (bei 11000 Upm)

      also wirklich nur was für hochdrehendes..und das hab ich ja eignetlich..


      Ich hoff du hast dir das davor noch durchgelesen. 50% der Mehrleistung kommen vom Überströmer bearbeiten.


      ja hab ich..aber selbst 2,5PS mehr...

      Was genau die an den Ü´s gemacht haben steht ja leider nicht genau..nur halt was von den 30°