Lagersitz Reparieren

      Lagersitz Reparieren

      Hallo Leute,

      letzte We hat es mal wieder meine Kurbelwelle zerlegt. Nur diesmal hat sich dadurch noch mehr verabschiedet. Nicht nur das Kolben und Zylinder in die Tonne wandern, nein mein Gehäuse hat es den Lagersitz gesprengt.

      Hat jemand von euch eine Idee dies zu reparieren?
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      Puhhh Sascha, da seh ich schwarz, wirtschaftlich gesehen ist die Gehäusehälfte sicherlich Müll, ich könnte dir zwar daheim ein Drehteil mit Lager&Simmerringsitz vordrehen und das Gehäuse wie bereits geschrieben wurde runterfräsen und würde auch Einen kennen der dir das einschweißt und auch Jemandem der dir danach das Gehäuse auf die CNC spannt und die Passungen fertig fräst, aber mal erlich, das lohnt sich hinten und vorne nicht, dann lieber in den sauren Apfel beißen und ein neues Gehäuse machen und die gewonnene Zeit damit verbringen die Ursachen zu bekämpfen.

      Hau raus, was ist passiert, ist das Primärritzel vorne geplatzt oder hat es nur das Mittellager zerlegt oder beides auf einen Schlag ? (durchaus möglich)

      Wie ich sehe fährt du einen geradverzahnten Primärantrieb, welcher ist das und was für eine Kurbelwelle hat es da zerlegt?

      EDIT: Es gäbe da natürlich noch eine russische Variante, die sieht vor die Gehäusehälfte beidseitig komplett aufzuschweißen mit richtig dicken Raupen und dann den Lagersitzt aufs 1/100tel fertig zum Spindeln, es kann dann aber passieren das der Rest so krumm und schief ist das du nichtmal mehr die Gehäuseschrauben durch bekommst ^^ :S
      Das untere Pleuellager hat es zerlegt, und die Nadelrollen haben sich in alle Richtungen verteilt. Eine Steckt noch im Zylinder. Pleuel ist zudem dann noch abgerissen.
      Das ganze ist mir letztes Jahr in Damscheid schon einmal passiert, nur das mir dort lediglich der Zylinder zerstört wurde.

      Und wer es wissen möchte, es ist bzw. war eine PPR-Welle.

      Ein neues Gehäuse kommt nicht in Frage, in diesem steckt so viel Arbeit und sonderumbauten.
      Wenn ich es nicht hinbekomme dann war es das mit Mofarennen fahren, dieses Jahr ist schon mal rum.

      Denke aber das ich mich an die Russiches Variante dran machen werden, müsste mir vorher nur irgendwo ein paar Punkte zum Messen ( Nullpunkt ) anlegen.
      Hallo schnüffel! Ich hätte da noch eine Idee : Klaus hat die Möglichkeit, dass Laserschweissen zu lassen - je nach Arbeitsaufwand schätze ich mal zwischen 30 und 50€. Evtl. Noch einen Einsatz gedreht und das Gehäuse ausgefräst sollte das dann wieder gehen
      Vegetarier kommt ursprünglich aus dem indianischen Sprachgebrauch, und bedeutet "...zu blöd zum jagen oder fischen..."
      Das klingt schon mal nicht schlecht, aber wer ist Klaus?

      Der Lagersitz ist definitiv zerstört, bin schon am überlegen einen auf Walther Weismüller zu machen und das Gehäuse komplett auszuspindeln und neue Schalen einzuschweißen. Vorher muss das alles nur mal richtig vermessen werden, da der Lagersitz zudem nun ausgeschlagen ist wird das alles etwas schwierig das die linke und rechte Getriebehälfte zueinander passen.
      Den Kontakt zu Klaus kann ich auf Wunsch herstellen.
      Auch das sollte wohl möglich sein- Problem dabei das verzugsfreihe Einschweissen des hochfesten Alus...
      Was mich auch interessieren würde : wie schafft man es eine PPR zu zerstören? Materialfehler?
      Eine Option bleibt noch bei der Welle: Umbau auf Samarin- Rennpleuel. Hat allerdings eine 13.5er Lagerbreite....
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      Lude-Zuhaelter schrieb:

      Den Kontakt zu Klaus kann ich auf Wunsch herstellen.

      Da komme ich vielleicht auf dich zurück.

      Lude-Zuhaelter schrieb:


      Was mich auch interessieren würde : wie schafft man es eine PPR zu zerstören? Materialfehler?

      Da es sich nun schon um das zweite mal handelt glaube ich nicht unbedingt an ein Materialfehler, eher an ein zu schwach ausgelegtes Lager. Auch wenn es sagt das ist das stärkste und beste was es gibt. Ein 16er Bolzen mit 12mm breitem Lager finde ich zu schwach.

      Wie gesagt, wenn ich das wieder hinbekomme kommt meine alte KS50 Welle rein, die hat einen 20er Bolzen mit 14mm breitem Lager, das hat mich so noch nicht im stich gelassen.

      Lude-Zuhaelter schrieb:


      Auch das sollte wohl möglich sein- Problem dabei das verzugsfreihe Einschweissen des hochfesten Alus...

      Ich glaube das ist garnicht so kritisch wenn man die beiden Getriebehälften nacher zueinender ausspindelt.


      Ich mache heute oder morgen erst mal alles komplett außernander und schön saauber, anschließend mach ich euch noch ein paar Bilder, dann seht ihr besser was los ist und warum ich das Gehäuse nicht aufgeben werde.
      Walter W. hatte den Schritt mit dem Einschweißen gewählt, um ein höher belastbares Gehäuse zu bekommen und die hochfrequenten Schwingungen besser abzufangen / auf die Lager abzuleiten. Dadurch war es möglich, die Stehbolzen bis fast an die Lagersitze zu führen. Der Motor hatte allerdings auch 18 Ps... und 70ccm.
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      Wir haben die Härte mehrere Kurbelwellen gemessen : Ori Zündapp 42 ROC ; Top Racing , Rito mit Silberlager für ca 130€ u. die JMPB Rito für 155€ , waren ca. 40 ROC hart ... Drei PPR Wellen kamen nicht über 32 ROC !! Ich habe PPR in Grollo auf die Tatsache angesprochen. Kann mal vorkommen..

      Twinshock schrieb:

      Wir haben die Härte mehrere Kurbelwellen gemessen : Ori Zündapp 42 ROC ; Top Racing , Rito mit Silberlager für ca 130€ u. die JMPB Rito für 155€ , waren ca. 40 ROC hart ... Drei PPR Wellen kamen nicht über 32 ROC !! Ich habe PPR in Grollo auf die Tatsache angesprochen. Kann mal vorkommen..


      Die nicht vorhandene Härte wäre noch nichtmal das Problem, ich habe Anfangs Wangen aus dem vollen gedreht und ungehärtet verpresst, ausgerichtet und mehrere Rennen damit gefahren, war allerdings auch 42CrNiMo,also ein Stahl der schon eine hohe Grundhärte hat und als das dann funktioniert hat gingen auch welche in den Umlauf und ich gehe mal stark davon aus das die heut noch auf irgend nem Acker ihre Runden drehen.

      Die PPR Wellen haben langfristig gesehen noch 2 ganz andere Schwachstellen auf die ich hier aber nicht eingehen werde, weil ich ja keinem Krümmel in den Käse machen will, aber es wird schon einen Grund haben das ich auf diesen Zug nicht aufgesprungen bin.

      Schnüffel schrieb:

      75ccm Zylinder


      Wie kommst du auf den Hubraum, 48 mm Polini ?

      @Lude: Warum sollten/müssen die Einsätze unbedingt aus hochfesten Alu sein?

      Solange es im Motor nicht gewaltig kracht hält der originale Spritz/Druckguss der Belastung doch auch dauerhaft stand, oder kommt sowas bei Zündapp wirklich öfter vor?

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Drasher-PPL“ ()

      Naja- Walter w. Hatte das zuerst mit dem original Gehäuse probiert - allerdings mit steigender Leistung dann aber wohl auch die Probleme erkannt. Das Problem ist - mit steigendem Hubraum und daraus resultierenden höheren Leistungen werden die Originalen Gehäuse komplett überfordert und reissen einfach irgendwann. Er hat sich damit geholfen, hochfestes Alu zu nehmen und einfach einzuschweissen- Ruhe im Karton. Auch bei Zapp sind die Gehäuse halt iirgendwann am Ende. .. Sicherlich kann man über die Materialwahl noch nachdenken- aber wenn es sich so ausgeht ist es doch OK.
      Vegetarier kommt ursprünglich aus dem indianischen Sprachgebrauch, und bedeutet "...zu blöd zum jagen oder fischen..."
      Ich dachte auch an was festeres.

      Wenn ich überleg was wir hier in der Firma an Alu haben, da drücke ich ein -zweimal die Lager rein und dann war es das auch wieder.

      Im Moment nach ersten schlau lesen sieht es nah AlZn5MgCu aus, kann sich aber noch ändern.


      Wenn ich einen CAD Datensatz hätte würde ich am liebsten die Ganze schale daraus Fräsen. :rolleyes:

      emule1989 schrieb:

      Was meinst du mit CAD Datensatz?


      Die CAD Daten aus einen Programm wie Inventor, Catia und ....
      Die könnte ich dann leicht abändern zwecks meinen Zylinder und auf eine CNC Fräße bringen. Schwupdiewupp und ein paar Stunden später hätte ich neue Getriebehälften, ohne wieder neue schlachten zu müssen welche jemand anderes zur Resturation gebrauchen könnte.