Schaltung für Drehzahlabgriff an Zündspule

      Schaltung für Drehzahlabgriff an Zündspule

      Hallo,
      ich benötige für ein Projekt eine einfache Schaltung, die meine Drehzahl liest und mir so wiedergibt, dass ich sie im Mikrocontroller verarbeiten kann.
      Meine Idee ist, High und Low State auszulesen. Ich zähle quasi einfach über einen definierten Zeitraum die Zustände, High für Zündungsimpuls, und errechne mir so die Drehzahl.

      Programmieren kann ich das, bauen jedoch nicht. Habe da schon öfter mit Crashcoder drüber gesprochen, er schlug mir diese Schaltung vor:

      Mein Vater meinte, im Ansatz ist diese Schaltung okay, jedoch müsste sie noch verfeinert werden. Vielleicht hat ja jemand die Geduld mir hierbei zu helfen oder sich diesem Problem anzunehmen, dieser Elektrotechnikkram ist für mich ein Buch mit 7 Siegeln. Lesen kann ich solche Pläne halbwegs, aber dann hörts auch schon auf.
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      Hi,

      Dein Papa hat recht, die Schaltung wird wohl prinzipiell funktionieren , hat aber gefährliche Haken. Über der Primärspule wird über die Selbstinduktion schnell mal eine Spannung von ca. 400V induziert, das müsste dann die kleine Z-Diode komplett abfangen.....mir wär das zu heikel.

      Zum anderen bildet Dein Spannungsteiler über der Primärspule mit dieser zusammen einen neuen Widerstand, was Dir z,B. eine ansteuernde CDI übelnehmen kann.

      Warum willste denn nicht die von mir vorgeschlagene Schaltung nehmen und den Impuls an dem Sekundärkabel abgreifen? Die Schmitt-Trigger machen daraus doch genau das was Du möchtest, saubere Rechteckimpulse. Deren Amplitude kann man dann ganz einfach über Spannungsteiler einstellen. :)

      Gruß Oliver
      Wie gesagt 7 Siegel, ich wusste nicht, das ich deine Schaltung nehmen kann. Wichtig ist, dass ich das Signal im Mikrokontroller sauber verarbeiten kann.

      Was kommt denn aus deiner Schaltung für ein Signal raus? Wenns für den Line Eingang gedacht ist, werd ich sicher nicht so mit meiner High/Low Idee weiterkommen
      Hi,

      na doch, die Schaltung macht genau das, was Du möchtest. Nämlich aus nem Zündfunken ein sauberes Rechtecksignal mit einer gut auswertbaren Hl-Flanke. Guggst Du Bildchen: oben das Zündsignal vom Sekundärkabel, unten die zugehörige H-L-Flanke. Hab ich mit meinem uralten 2-Strahl Oszi gemacht. :P

      Die Sache mit dem Line In bedeutet nur, das ich die Ampltuden der Rechtecksignale auf max. 0,6V eingestutzt habe, weil Soundkarten nicht mehr als 0,7V Eingangspegel vertragen. Das Signal könnte man aber genausogut auf max. 5V TTL-Pegel einstutzen, dann kommt Dein Microchip damit gut klar. Schlußendlich ist nur die Frequenz der Pegeländerung interessant, nämlich bei jedem Zündimpuls eine Pegeländerung.

      Gruß Oliver
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      Minimalkart schrieb:

      Hi,

      Winnetou {MMO} schrieb:

      OKay, das klingt doch klasse.
      Versteh ich das richtig? Jeder Zündimpuls hat eine Änderung von High auf Low zurfolge? Oder Jeder Impuls ist auch kurz ein High, während sonst nur Low ist, bzw umgekehrt?

      Yep, genauso ist es. :whistling:

      Gruß Oliver

      Wie denn? Das kann man doch nicht mit ja oder nein beantworten? Ist ein Zündimpuls nun der Wechsel von High zu Low, oder nur ein "kurzer" Wechsel von High zu Low und wieder zurück zu High.
      Hi,

      Na doch, schon beides. Bei jedem Zündimpuls ändert sich das Ausgangssignal kurzzeitig von z.B. H auf L und springt selbstständig zurück auf den Ausgangszustand. Beim nöchsten Zündimpuls das selbe von vorn. usw.

      Auf meinem Oszi-Bild sieht man allerdings nur einen einzigen Zündimpuls und den Wechsel von H auf L, das automatische zurückspringen von L auf H passte sozusagen nicht mehr aufs Bild.

      Ob ein Zündimpuls einen Wechsel von H nach L oder umgekehrt ausführt, kann man einstellen, da man das Signal mit einem unbenutztem Gatter im IC invertieren kann.

      Gruß Oliver
      Hi,

      Dafür wäre zunächst wichtig zu wissen, mit welcher Betriebsspannung Du die Schaltung betreiben möchtest.

      Da die Schaltung selbst nur wenige mA Strom zieht, ist da vielleicht die Möglichkeit, die Schaltung mit an die Stomversorgung des µC zu hängen.

      Wenn ich die Betriebsspannung weis, kann ich den Ausgangsspannungsteiler dimensionieren, bei 5V Betriebsspannung kann er u.U. ganz entfallen.

      Gruß Oliver
      Hi,

      Na was denn nun? :rolleyes:

      In Deinen Post interpretiere ich mal hinein:

      Deine µC Schaltung hat einen Spannungsregler auf der Platine, der vorzugsweise mit 7-12V betrieben werden kann.

      In Extremfällen auch mit 6-20V. Dieser Spannungsregler stellt dann eine Spannung von 5V bereit, womit der Atmel betrieben wird.

      Du könntest also die 5V vom Atmel abknapsen, dann brauchst Du für die HEF-Schaltung gar keinen Spannungsteiler, weil die Amplitude der Ausgangssignale der Höhe der Betriebsspannung entspricht.

      Oder Du betreibst die HEF-Schaltung mit der Spannung für die ganze µC-Platine, also vorzugsweise zwischen 7-12V, dann musst Du mir die konkrete Zahl nennen, damit ich Dir einen Spannungsteiler dimensionieren kann, so das aus der HEF-Schaltung Amplituden von 5V kommen.

      Gruß Oliver
      Hi,

      ah, wir kommen der Sache näher. ;) Die Bordspannung zu benutzen klingt erst mal einfach und logisch, denn die ist ja schon mal da. :) Dennoch würde ich zunächst davon nach meiner bisherigen Erfahrung dringends abraten aus folgenden Gründen:

      1. Die Bordspannung von nominell 12 V kann zwischen 10 und 14 V schwanken.

      2. Auf dem Bordspannungsnetz sind ne Menge Impulse, Frequenzen, Überlagerungen, Induktionsspannungen, Schaltpreller usw. Also ne saubere Gleichspannung ist das nicht. Das kann der Atmel übelnehmen und der HEF auch.

      Dies würde ich zu Beginn erst mal ausschließen wollen, durch die Wahl einer autonomen, sauberen Gleichspannungsquelle, z.B. in Form eines 9V Blockes. Du wärest nicht der erste, der wegen Fehlfunktionen seiner Schaltung rothaarig wurde........und dann war´s die Bordspannung.

      Funktioniert erst mal alles mit Batterie, kann man später immer noch Bordspannung versuchen und mit Filtern, Stabilisatoren usw. eine Funktion herzustellen, aber zu Beginn, wie gesagt......... ;)

      Wie gesagt, ich würde einen 9V-Block favorisieren, ist eben schön klein und kompakt und es gibt feine Anschlüsse dafür und auch Gehäuse, wo der reinpasst.

      Was meinste, soll ich den Spannungsteiler mal für 9V auslegen? 8)

      Gruß Oliver
      Hi,

      ich muß wiedermal enttäuschen. Ich bin kein Experte, ich verdiene meine Brötchen anders. ;) Ich mach das nur aus Hobby, dafür schon länger, da sind einige Erfahrungen hängen geblieben. :)

      Also: ich empfehle 9V Block, Spannungsteiler und Schaltung für dich mach ich morgen fertig.

      Gruß Oliver
      Hi,

      den Spannungsteiler würd ich mit folgenden Widerständen dimensionieren: 1,2k und 1,5 kOhm. Dann fallen bei 9V über dem 1,5k 5V ab und selbst wenn die Batterie schon bis auf ca. 8V runtergelutscht ist, kommen immer noch ca. 4,4 V, was als TTL-Pegel eindeutig noch als "H" erkannt wird.

      Hab die dann entstandene Schaltung mal schnell im Eagle für Dich modifiziert. :)

      Gruß Oliver
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      Okay, das kann ich dann doch nichtmehr so ganz lesen, aber das bekomm ich hin, bestell die Bauteile eh mit meinem Vater zusammen, der wird mir da hoffentlich unter die Arme greifen. Wenn ich das Drehzahlsignal erstmal verwertbar im µC hab, kann ich mich austoben :)
      Vielen Dank jedenfalls für deine Unterstützung