Rgv 250 Vj22b

      Rgv 250 Vj22b

      Um die Bude hier mal mit ein bißchen Leben zu füllen eine kleine Zusammenfassung meiner nun mittlerweile knapp 20000 RGV Kilometer.

      Gekauft hab ich sie mit knapp 26000km auf dem Tacho für 1640€. Nun hat sie glaube 44000 gelaufen. Natürlich nicht ohne zwischenfälle.

      Direkt im ersten Winter musste ich feststellen das mein Auslassschieber gebrochen ist und den Kolben berührt hat. In dem Winter kam dann ein neuer Kolben, neue Auslassschieber und die KW wurde neu gewuchtet. Nach einem kleinen Rutscher im nächsten Jahr wurde im Winter die Verkleidung neu lackiert im Stile der RGV500 von Kevin Schwantz. In dem Winter musste auch der andere Zylinder neu beschichtet werden, da der Vorbesitzer einen zu großen Kolben verbaut hatte. Dieses Jahr stellte ich kurz vor meinem 2. Rennstreckenbesuch in Oschersleben fest, das mein Kolben aufgrund zu hoher Verdichtung weggeschmolzen war an der Oberseite, es kam wieder ein neuer Kolben in den Zylinder, der trotz kleinerer Kampfspuren noch durch honen gerettet werden konnte. Nach Oschersleben sah der neue Kolben allerdings schon wieder sehr mitgenommen aus, und die Saison endete für mich. Diesen Winter steht nun eine komplettrevidierung der RGV an. Der Motor bekommt eine neue Kurbelwelle, ein neues Getriebe, neue Kolben, der Rahmen wird schwarz matt pulverbeschichtet, die Fussrasten werden schwarz eloxiert, nachdem sie aufpoliert wurden. Das Farhwerk wird zur überarbeitung eingeschickt wenn es das Geld noch zulässt. Und zuguterletzt wird die Rennverkleidung neu gemacht und neu lackiert.

      Nun Bilder zu der stark zusammenfassten Geschichte:

      Hier sieht man den gebrochenen Schieber aus dem ersten Winter

      Deutlich die Schleifspuren am Kolben vom Schieber erkennbar.

      Sehr geil damals wie heute meine Jolly, mittlerweile aber schlechterer Zustand und auf Side-By-Side umgeschweisst.



      dann kam der umbau auf das Lucky Strike Design

      begleitet von ein paar Fehlschlägen




      weiteres folgt
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      So, nun der Bereich Rennstrecke nochmal kurz abgequatscht, und dann wird es auch schon aktuell
      Mittlerweile war ich mit der RGV bekannterweise ja schon 2 mal unterwegs auf der Rennstrecke. Das erstemal hat es einen RS250 Genossen und mich in die ehemalige DDR, mitten in den Spreewald geführt. Dort wurde kurz zuvor das Spreewaldring Training Center, kurz STC, eröffnet, und ein Ducatihändler hier aus der Gegend bot dort ein Kurventraining an. Man konnte den ganzen Tag frei fahren, nachdem man Anfangs ein paar geführte Instruktorrunden gedreht hat.
      Die Anfahrt war relativ Problemlos, wir waren zu 4. in einem geräumigen Chevrolet unterwegs, der günstigerweise noch auf Gas umgerüstet war. Abends parkten wir am STC nur schnell unser Auto in der Boxegasse und bekamen dann Lecker essen vom Veranstalter in gemütlicher Atmospäre. Nach und nach trudelten auch die anderen 2Takt-Genossen ein, darunter auch Tell aus dem 2Taktforum mit seinen ganz besonderen leckerbissen(V-Due,KX500, Mach3Ninja). Am nächsten morgen nach einer kurzen Nacht gab es nochmal leckeres Frühstück vom Veranstalter und dann ging es auch schon los auf die Strecke. Fahrerisch relativ anspruchsvoll, da die Auslaufzonen gering sind, und die Strecke extrem! Kurvig ist. Daher auch wirklich was für Techniker oder Leichtgewichte, wie es die RGV eben ist. Nach einiger eingewöhnungszeit finden die Fersenschleifer bereits an den Asphalt näher kennenzulernen, und nach und nach gesellten sich auch die Knieschleifer dazu. Ein tolles Gefühl. War man anfangs noch etwas behaglich am Gas, lernte man die Strecke trotz ihrer Kurven schnell kennen und steigerte so nach und nach seine gefühlte Rundenzeit (eine richtige Zeitmessung gab es nicht). Letztendlich konnte man nicht sehr oft überholen, also musste man schauen, das man den in den Kurven zwar langsameren aber auf der Geraden dann doch zügig beschleunigenden 4Taktern irgendwie davonfuhr. Dies ging dank der vielen harten Kurven relativ Problemlos indem man seinen Bremspunkt optimistischer setzte als die Falschtaktenden Kollegen. Dem Gewicht sei dank war das absolut kein Problem, ich persönlich hatte nie das Gefühl das ich risikobereit fuhr, es war immernoch deutlich luft in allen Lebenslagen. Am Ende des Tages waren wir mit die letzten die die Strecke verließen, es fing bereits an zu dämmern.
      Bis auf ein gekilltes Getriebe an einer CR500 hatten wir auch keine Ausfälle in der 2Takt Riege zu beklagen und so ging es erschöpft aber dennoch gut gelaunt nach hause.

      Bilder:


      njam njam, eine echte Diva und selten noch dazu.



      RG500

      KX500

      CR500 (hier noch mit heilem Getriebe ;) )

      lecka KTM 250er glaube

      Nochmal Markus mit seiner Gamma, ihm gehört auch die CR500

      mein Anfahrtsgenosse Chris

      tjop, da hab ich ihn wohl leicht ausgebremst ;)

      und nochmal der Chris


      Bilder von der Mach3Ninja reiche ich nach

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      Oschersleben.

      Tjoa, das 2. mal Rennstrecke stand dann Oschersleben auf dem Programm. Vom ablauf und der Aufmachung her ganz anders als ich es vom Desmo-Volk gewohnt war. Ich hab mein Geld überwiesen und meine Nennung abgeschickt, aber erst auf Anfrage Erfahren, dass ich auch wirklich genannt war. Vorher hab ich die RGV noch durchgecheckt und dabei festgestellt, das mein stehender Zylinder, der irgnedwie eh mein Sorgenkind ist, zu hoch verdichtet war und mir deswegen der Kolben am Boden weggeschmolzen ist. War dann recht knapp, der Kolben kam am Freitag an, in der darauffolgenden Woche Mittwoch stand schon Oschersleben auf dem Programm. Im Endeffekt war der Kolben dann am Mittwochmorgen knappe 100km alt. Eigentlich war geplant in Oschersleben auch wieder ein gemeinsamer Start mit Chris geplant, allerdings musste dieser Absagen, da er extreme Zeitprobleme hatte. Ich hab dann relativ Spontan meinen Vater überzeugen können für mich Fahrer zu spielen. Dienstag ging es hier dann gegen Nachmittag los Richtung Osten. Wir sind relativ gut durchgekommen und konnten so recht stressfrei im Hotel direkt an der Rennstrecke einchecken, nachdem wir die RGV in der Boxengasse geparkt hatten. Am nächsten Morgen ging es früh los, auch wenn ein paar Nachzügler noch zur technischen Abnahme mussten, die ich schon am Abend zuvor mit einem kleinen peinlichen Fehler(hatte vergessen meinen für den Transport gelockerten Bremshebel festzuschrauben) bestanden hatte.
      Ich hab mich aus Respekt vor der Strecke erstmal in der Anfängergruppe gemeldet um dort ein paar Instruktorfahrten zu machen. Im Endeffekt irgendwie ein Fehler, mir war das ganze viel zu langsam und die Linie passte mir neben der Geschwindkeit absolut nicht. Da hier in Turns gefahren wurde, war ich von einer ganzen Stunde immernur 20 min auf der Strecke. War aber okay, und gegen Mittag konnte man dann ohne Instruktor auchmal etwas besser am Griff ziehen.

      Bilder:

      Aussicht aus dem Hotel auf die Boxengasse bzw das Fahrerlager

      Unser Quartier bestehend aus Autowagen, meiner RGV, nem verwirrten Typen der aussieht wie ich, und unserm Hänger


      schon wieder der verwirrte Typ, diesmal trocknet er die Sitzbank

      Warten auf die ersten Turns, sichtlich angespannt :D


      Besprechung mit einem der Instruktoren nach einem der ersten Turns.

      und mal wieder warten.... irgendwie ziemlich viel :D

      endlich ohne Instruktor.... Jipie und Gas

      und aussen vorbei, anders gehts nicht :D

      Allein auf weiter Flur, aber Glücklich

      Ein Versuch enger durch die Kurve zu fahren um dann die anderen beim Rausbeschleunigen zu Überholen. Gummibandeffekt quasi

      aber auch jeder noch so schöne Tag hat ein ende, und schon steht der geile Bock wieder auf dem Hänger

      auch der RGV-Genosse hat Feierabend gemacht.

      Zuguterletzt die netten Reifen:

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      Soooo, nachdem Tobi grad seinen Mörderthread geschrieben hat, muss ich ja irgendwie nachziehen.... Kranke 2Taktfahrer und so

      Nach Oschersleben bin ich noch ca 600-700km Strasse gefahren und hab dann bei einer Routinekontrolle ziemlich erstaunt und entsetzt festgestellt das mein neuer Kolben wieder total fertig aussieht, und das nach nichtmal 1000km.


      sowohl der frischgehonte Zylinder als auch der neue Kolben sahen aus, als hätten sie schon 15000km mit dem letzten Fusel anstatt gutem Super-Plus gelaufen.

      also wieder dasselbe Spiel, und da das Wetter eh schlechter wurde, diesmal direkt Richtig. Also Motor raus und aufmachen, normal ist das schliesslich nicht. Der Förster meinte das ich mir evtl Dreck in Oschersleben im Windschatten angesaugt haben könnte, aber so richtig glaubten wir das beide nicht.

      im Motorblock auch ein paar Spuren die nicht wirklich gut ankamen bei mir....

      da die Zeit eh gekommen war, plante ich einen wechsel der Kurbelwelle und aller Getriebeteile aus meinem Austauschmotorblock

      hier nochmal astrein erkennbar. Der rechte Kolben ist über 11000km im Motor gewesen und hat 2 Rennstreckeneinsätze und diverse Prügelfahrten hinter sich, der Linke hat keine 1000km gesehen und war nur in Oschersleben richtig gefordert.... verpeilt und kacke zugleich.


      wie ich oben schon erwähnt hab, wenn schon, dann richtig :D

      nettes schnuckeliges Kasettengetriebe

      diverse Kampfspuren im Motorgehäuse lassen langsam auf die Ursache für den verschlissenen Kolben schliessen


      aua, die Kurbelwelle ist wohl am Hubzapfen auseinandergegangen und hat am Gehäuse geschliffen. Ob das nun die Ursache ist? Man sollte es im Auge behalten.

      hier noch links mein originaler Airboxdeckel, rechts ein bearbeiteter, den ich nie getestet habe, denke das werde ich nachholen.



      ich sag ja, man muss sich nur zu helfen wissen


      es ist wirklich beeindruckend, wie wenig der Rahmen ohne das ganze Zeug wiegt, das sind vielleicht 10kg oder so, es kommt einem extrem leicht vor.

      tjoa, mein aktueller Arbeitsplatz, die rgv schön verpackt in die Kisten dort :D

      Meine Lucasrasten sind übrigens grade beim Eloxator, nachdem sie aufpoliert wurden und leicht geändert.

      Ein Bild noch was ich euch nicht vorenthalten will und was das Zeug zeigt, was für meine Pleite verantwortlich ist....

      Auf dem Bild seht ihr 2 neu gehonte Zylinder, 2 neue Kolben mit passendem Laufspiel, neue Kolbenringe, neue Clips, Nadellager und Kolbenbolzen und meine frisch gewuchtete Ersatzkurbelwelle, die nun von der Unwucht her besser als manche PR-Welle ist. Habe Limaseitig 0/100, mittig und außen jeweils 2/100 schlag.


      Demnächst gibt es dann Bilder vom optimieren meines Kurbelwellengehäuses ;)

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      Schaut aus als wäre irgendwo ein Hund begraben. Wenn man bedenkt das meine KTMs zb. nur im Dreck bewegt wird, und aber nie derartige Riefen im Kolbenwegen irgendwelchem angesaugten Dreck. Da ist Dreck vom Windschatten etwa so warscheinlich wie ein nagetier was im KW-Raum lebt und rumnagt.
      Ich persöhnlich glaube dass irgendetwas krum ist.
      Mfg,
      Kanista.ch

      Blauer Dunst - Zweitakt kunst
      Super, das Funpic meinen Account geleert hat, ich werd mich darum kümmern, das die Bilder morgen wieder gehen. Ansonsten hier weiteres aktuelles:

      Kolbenringaufziehen mit WHB, wusste ausm Kopf nichtmehr welcher nach oben kommt, bzw war mir nicht sicher, und bevor ich was falsch mache ;)

      der obere Ring ist rot Markiert, und gleichzeitig wird durch das eingegossene T gezeigt, welche Seite nach Oben zeigen muss (TOP)

      Der unbearbeitete Membrananschlag steht normalerweise in einen der Überströmer

      so bin ich nun seid einem Jahr unterwegs, werde heute mal schauen, ob man nicht noch etwas mehr Material abtragen kann



      Das ist der schicke neue Block, bin dabei alle gammelschrauben durch neue Inbus zu ersetzen, Suzuki steht oder stand auf Kreuz-Schrauben...

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      Eloxat sieht anders aus. Wartet bis ich die Sachen zuhause habe, dann mache ich gute Bilder wodran man es erkennt. Beim Lackieren wird ja eine neue Schicht aufgetragen, beim Eloxieren jedoch wird die oberste Aluschicht verändert. Sieht anders aus als lackieren, und ist stärker als Lack, also hält Länger. Ich frag den Eloxmenschen mal, ob das okay ist, wenn ich seine Kontaktdaten rausgebe. Das reine Eloxieren hat mich in etwa soviel wie die Vorarbeiten gekostet.

      Allerdings war das ganze nen Freundschaftspreis, der sicherlich so nicht bei jedem gemacht wird.

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      Original von Felix
      sagt mal, was ist den jetzt der unterschied zu schwarz seidenmatt lackiert?

      so blau eloxierte teile kenn ich ja, aber schwarz eloxiert?


      Ist vieeel haltbarer und kratzfester... Die Farbe wird in den Poren der Eloxalschicht (sowas wie die natürliche Oxidschicht beim Aluminium, nur elektrochemisch noch dicker ausgebildet) gebunden, während die Eloxalschicht selber eine feste Verbindung mit dem Aluminium eingeht... :O
      Gruß
      Daniel